- Schwarzes Brett
- Diverses
- Kontakte knüpfen
- Dry January
Dry January
Datum: 01.01.26
Name: Julian
30 Tage ohne das Glas Lieblingswein oder das Feierabendbier?! Die Alkohollobby flippt total aus! Und alle, die beim Trinken immer durstiger werden, auch. Ein Monat ohne Bier, Schnaps, Wein und das leckere Naschlikörchen von Omma.
Ist man jetzt auf einmal komisch oder schwanger?! Einen Lütten können wir doch. Auf der Kohltour kannst Du ja eine Ausnahme machen.
Vielleicht habe ich ja aber auch richtig Bock, mich morgens mal fitter zu fühlen, weil ich besser schlafe. Frischer auszusehen, weil die Leber es richtig feiert (sorry, heute keinen Sekt), mal Urlaub zu machen. Entspannter und weniger gereitzt zu sein, Motivation für Neues oder längst Vergessenes (hinter den leeren Bierkästen hängt wirklich dieser Boxsack) zu finden, weil Allohol immer so träge macht. Dabei ist er doch psychoaktiv - klingt irgendwie nicht so, als wäre er low key im Gehirn unterwegs. Da kommt er ja selbst hin, wenn die Blut-Hirn-Schranke unten ist - das crazy.
Irgendwie bin ich gar nicht schwanger und muss mir die Frikadelle als Män auch gar nicht ans Ohr schnacken lassen - aber es ist seltsam - wie man sich an Dinge gewöhnt, wie man an Dinge gewöhnt wird, wie tief gesellschaftlich verwurzelt alles ist. Und wie schmal der Grat zwischen salonfähig und asozial oder süchtig ist beziehungsweise wie er konstruiert wird. Wie gut ein frischgezapftes, eiskaltes Bier schmeckt und was für wunserschöne Kirchenfenster der Wein ans Glas wirft. Wie viele chronische Krankheiten, Sucht und Tod hinter diesen Kirchenfenstern schlummern. Wie schwierig dieses Thema ist. Am besten besprechen wir das bei einem Bier.
